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Thomas

Schneider

400m
 
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The dream of london

The dream of london

31.08.2012 Thomas Schneider

Nach unserem Vorlauf war ich natürlich sehr geknickt und konnte es nicht fassen, dass das Finale ohne uns stattfinden sollte. 

80.000 Menschen waren schon im Vorlauf völlig aus dem Häuschen. Ich wollte dieses Gefühl unbedingt ein zweites Mal haben, doch daraus wurde leider nichts. Auch mit einigen Tagen abstand betrachtet bin ich immer noch sehr traurig über das Verpassen einer einmaligen Chance. Wir hatte es selbst in der Hand!
Nun ja, was blieb uns anderes übrig als die Zeit zu nutzen und jede Minute von London 2012 trotzdem zu genießen. Es war absolut einmalig. Für mich wurde vor Ort erst klar warum es immer heißt: "Dabei sein ist alles". Jeder Sportler träumt immer davon einmal bei Olympia an den Start gehen zu dürfen. So auch ich und trotzdem konnte ich nicht einmal im Ansatz erahnen was ich dort erleben sollte. Die Atmosphäre lies bei mir ständig Gänsehaut auftreten. Dabei war es völlig egal, ob ich im Stadion, Im Athletendorf oder in der Innenstadt war. Die Menschen waren voller Begeisterung, überall wo man an diesen Tagen hinschaute erstrahlte ein Lächeln, dieses Lächeln war einfach ansteckend. Ich konnte gar nicht anders als den Frust und die Enttäuschung zu vergessen. Diese Spiele werden für mich immer ein Highlight im Leben bleiben.
Am Donnerstag werde ich in Aarau/Schweiz ein letztes mal die 400m laufen, bevor es dann in den wohlverdienten Urlaub geht. Anschließend beginnt die Vorbereitung auf Rio 2016. Wen Olympia einmal in seinen Bann gezogen hat, lässt es nicht mehr los. Außerdem habe ich noch eine Rechnung offen die ich in 4Jahren begleichen will, indem ich dann doch noch mein Olympiafinale erleben will. Bis dahin steht noch sehr viel harte Arbeit an die ich aber sehr gern in Angriff nehmen werde.

Euer Thomas